Sektion Bonn
Von Cyberattacken zu hybriden Angriffen: Sind wir gewappnet?
Begrüßung durch Prof. Brüggemann, Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik (BAPP) © Richard Rohde
Panelist Oberst i.G. Guido Schulte, Chief Information Security Officer (CISO) der Bundeswehr, Kommando Cyber- und Informationsraum © Richard Rohde
Panelist Herbert Götte, Gruppenleiter in der Abteilung Polizeilicher Staatsschutz (ST) beim Bundeskriminalamt (BKA) © Richard Rohde
Moderatorin Dr. Daniela Vogt, GSP Bonn © Richard Rohde
Das Panel bei der Diskussion © Richard Rohde
Nachbericht zur Veranstaltung „Von Cyberattacken zu hybriden Angriffen: Sind wir vorbereitet?“
In Kooperation mit der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik (BAPP) der Universität Bonn und der Brost-Akademie hatte die Bonner Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP Bonn) Herrn Oberst Guido Schulte, Chief Information Security Officer (CISO) der Bundeswehr, (Kommando Cyber- und Informationsraum) und Herbert Götte, Gruppenleiter in der Abteilung Polizeilicher Staatsschutz (ST) des Bundeskriminalamtes (BKA) zu Gast. Unter Leitung der Moderatorin Dr. Daniela Vogt (GSP Bonn) wurde das Thema der Cyberattacken und hybriden Angriffe sowie die Frage der Vorbereitung auf solche Sachverhalte diskutiert.
In der Begrüßung führte Prof. Brüggemann (BAPP) kurz in das Thema ein, um dann an die Referenten zu übergeben: die Zielsetzung des Abends war dabei, Begriffe wie „hybride Bedrohung“ zu definieren und dem Publikum Erkenntnisse über die Zuständigkeiten der Bundeswehr und des BKA zu geben, sowie über die Zusammenarbeit beider zu informieren. Auch die Errichtung und Funktionsweise von Cyberabwehrzentren, die mit dem Ziel der wirksamen Begegnung gegen destabilisierende Maßnahmen, die seitens fremdstaatlicher Akteure gegen das Staatswesen vorbereitet werden, wurde dem Publikum in einer lebendigen Auseinandersetzung im sicherheitspolitischen Gesprächsformat von zwei Experten ihres Fachs auf eine kurzweilige und eingängige Art und Weise nahegebracht. Cyberabwehr und Staatsschutz sind nicht nur physisch, sondern auch psychologisch zu verstehen. Dies bedeutet, dass eine wirksame Resilienz gegen Cyberattacken und Desinformation keine rein organisatorische, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Hierbei wurde besonders betont, dass jede Person sich bewusst sein sollte, woher man Informationen bezieht, wie man diese einordnet und schließlich bewertet. Als Fazit dieser rundum gelungenen Veranstaltung sind die 180 Publikumsgäste mit hohem Erkenntnisgewinn nach reger Beteiligung mit zwei Ergebnissen nach Hause gegangen: einem hoffentlich verbesserten Bewußtsein und Vertrauen. Dies gilt sowohl für die technisch modern unterstützte Arbeitsweise der Behörden als auch für die verlässliche Wertevermittlung in ein rechtskonformes Handeln. Es wurde zudem sehr deutlich vermittelt, dass jeder einzelne Mensch durch eigenständiges Vorbeugen und reflektiertes Handeln im Cyberraum zu mehr Sicherheit beiträgt. Die beiden Referenten haben unter der Moderation von Dr. Daniela Vogt das interessante, sehr komplexe und alle Gäste betreffende Thema nachvollziehbar und äußerst kompetent behandelt.
Gemeinsam mit den Kooperationspartnern ist damit der Markenkern der GSP an diesem Abend wieder deutlich geworden: Die Vermittlung von sicherheitspolitischer Bildungsarbeit im Rahmen eines erweiterten Sicherheitsbegriffes.
Text: Claudia Maria Klemm (Stv. Vorsitzende GSP Bonn)