Sektion Ostwürttemberg

Sektion Ostwürttemberg

Donnerstag, 14.03.2024 - 07:00

Informationsreise ins Berchtesgadener Land vom 20.- 24. März 2024

Exkursion

Voraussichtliches Programm:

  • Besuch der Gebirgsjägerbrigade 23 Bad Reichenhall. Die Brigade ist seit April 2023 der Division-Schnelle-Kräfte (DSK) Stadtallendorf unterstellt.
  • Einsatz- und Ausbildungszentrum für Tragtierwesen 230
  • Wehrtechnische Dienststelle für Schutz-und Sondertechnik, Unterjettenberg
  • Militärkommando Salzburg
  • Dokumentation Obersalzburg
  • Berchtesgaden Salzbergwerk/Königssee
  • Südwestdeutsche Salzwerke Bad Reichenhall, Betriebsbesichtigung
Bildschirm: Präsentation der Sanitätsakademie der Bundeswehr zum Besuch der Gesellschaft für Sicherheitspolitik am 20. März 2024.

Besuch in der Sanitätsakademie der Bundeswehr

Ein historischer, dunkler deutscher Sanitätswagen von 1868 mit Rotem Kreuz, ausgestellt in einem Museum.

Wehrgeschichtliches Museum in der Kaserne

Ausstellung: Olivgrüner Militär-Jeep mit Sanitätskreuz, Mannequin-Soldat und Lazarettzüge-Plakat.

Wehrgeschichtliches Museum in der Kaserne

Gruppe in blauen Mänteln und Helmen in einer riesigen Industriehalle mit großem weißem Schüttguthaufen und Holzbogen-Decke.

Alte Saline Bad Reichenhall

Ein hell beleuchteter, ausgegrabener Felstunnel mit rauen Wänden und einer langen diagonalen Lichtleiste, die zu einem gemauerten Bogen führt.

Alte Saline Bad Reichenhall

Ein Mann steht auf einem Metallsteg in einem großen, gekrümmten Betontunnel mit rauen Wänden. Weitere Personen sind in der Ferne zu sehen.
Innenansicht einer traditionellen bayerischen Brennerei mit Kupferdestille, Pferdekarren und Wandgemälde in Tracht.

Brennerei Grassl

Ein oranges Gebäude mit 'Grassl Gebirgs Enzian' Schild, dahinter ein nebelverhangener Berg und ein Parkplatz.

Haus Grassl

Zwei Männer in der Enzianbrennerei Grassl vor einem Info-Plakat zum Wurzel-bis-Flasche-Prozess und einem Brennkessel.

Grassl Geschäftsführer Florin Beierl SL Gerhard Ziegelbauer

Fünf alte Tarnpanzer reihen sich auf einer Wiese mit Laubbäumen und Nadelbäumen im Hintergrund auf.
Ausstellung von historischen Schusswaffen und Militärausrüstung, darunter Gewehre, Pistolen, Revolver, Bajonette und Munition.
Eine Militärkapelle in dunkelgrünen Uniformen und Baretten steht mit Instrumenten vor Gebäuden unter klarem Himmel.

Militärkapelle Salzburg

Ein prächtiges Backsteingebäude mit zentralem Uhrturm und Bogenfenstern, gerahmt von zwei großen kahlen Bäumen an einem bewölkten Tag.
Schneebedeckte Watzmann-Berge unter blauem Himmel mit weißen Wolken, bewaldete Hügel und ein Gebäude im Vordergrund.

Watzmann

Ein breiter Fluss fließt durch ein Tal mit einer Stadt am Berghang und schneebedeckten Bergen unter bewölktem Himmel.

Königsser Ache

Ein Red Bull Kunstflugzeug ausgestellt in einem modernen Glashangar, mit anderen großen Flugzeugen wie DC-6 und Corsair im Hintergrund.

Red Bull Hange 7 Airport Salzburg

In einem modernen Hangar sind Red Bull Flugzeuge und ein Formel-1-Wagen ausgestellt, umgeben von Besuchern.

Red Bull Hange 7 Airport Salzburg

Ein Laternenpfahl im Vordergrund, der eine Stadt in einem Tal mit Bergen unter bewölktem Himmel überblickt.

Blick auf Salzburg

Ein Offizier in Uniform überreicht einem älteren Zivilisten, der Papiere hält, im Freien eine schildförmige Auszeichnung.

OLT Werner Geosits - SL Ziegelbauer

Militärmusikkapelle in Uniform, während zwei Männer, einer in Uniform, der andere in Zivil, sich die Hand geben.

SL Ziegelbauer dankt Militärkapellmeister Oberleutnant Johann Schernthanner für die Musikstücke

Eine Gruppe von Menschen versammelt sich in einem rustikalen Restaurant, einige sitzen an Tischen, andere unterhalten sich stehend.

Brigadegeneral a.D. Johann Berger + SL Ziegelbauer

Ein Mann in Militäruniform und ein älterer Mann in Zivil unterhalten sich vor einem Präsentationsbildschirm.

Generalstabsarzt Dr. Hans-Ulrich Holtherm - SL Gerhard Ziegelbauer

GSP-Sektion Ostwürttemberg auf Besuch bei Sanitätsakademie der Bundeswehr in München

Die zehnte mehrtägige Reise der ostwürttemberischen GSP-Sektion führte Mitte März 2024 ins oberbayerische Bad Reichenhall, Berchtesgaden und in das benachbarte Salzburg.

Einen ersten Stopp legten die über 40 Teilnehmer unter Leitung von Gerhard Ziegelbauer bei der Sanitätsakademie der Bundeswehr (SanAkBw) in München ein. Generalstabsarzt Dr. Hans-Ulrich Holtherm nahm als Kommandeur persönlich die Reisegruppe aus Baden-Württemberg wahr, um den leistungsfähigen Sanitätsdienst der Bundeswehr vozustellen.

Der Sanitätsdienst ist nicht nur mit funktionalen Strukturen und einer hervoragenden Ausrüstung hinterlegt, sondern in ihm sind vor allem fachlich versierte und topp ausgebildete Offiziere und Unteroffiziere aktiv. Bis zu 10.000 Lehrgangsteilnehmer pro Jahr erhalten an der Sanitätsakademie ergänzend zu ihrer fachlichen eine militärische und taktische Ausbildung, um in der Truppe und in den Einsätzen bestehen zu können. Dabei fließen Erkenntnisse aus eigener Forschung und wissenschaftlichen Entwicklung in die Ausbildung ein,um typische Verletzungen eines militärischen Einsatzes wie z.B. Schussverletzungen angemessen behandeln zu können. Der Kommandeur versicherte , dass an der SanAkBw die Forschung in unterschiedlichen Bereichen vorangetrieben wird, u.a. in der Radio-und Mikrobiologie oder beim Nachweis von chemischen Kampfstoffen. In diesen Feldern ist die Bundeswehr mit ihrer einzigartigen Expertise unverzichtbarer Berater der Politik und mit ihrer Task Force ABC-Schutz weltweit in Einsätzen gefragt. Die SanAkBw arbeitet eng mit NATO-Partnern zusammen und bildet auch ukrainische Soldaten aus. Der General schlug damit den Bogen zu den aktuellen herausforderungen für den Sanitätsdienst der Bundeswehr insgesamt, der sich nach vielen Jahren der Kontigentunterstützung aktuell wieder auf Einsatzszenarien einer Landes/Bündnisverteidigung einstellt. Neben der sanitätsdienstlichen Versorgung aller Soldaten in Friedenszeiten steht für den Sanitätsdienst die Einstzbereitschaft im Fokus. Eine stärkere Kooperation mit Zivilen Einrichtungen und die Unterstützung der Zivilgesellschaft sei im Verteidigungsfall unverzichtbar.

Einen Einblick in die Geschichte der deutschen Wehrmedizin erhielten die Besucher zum Abschluss in der wehrgeschichtlichen Lehrsammlung der SanAkBw mit ihren beeindruckenden Exponaten von den Anfängen des Roten Kreuzes nach der Schlacht von Solferino 1859 über die zwei Weltkriege bis zu den Einsätzen der heutigen Bundeswehr.

Bevor die Hotelunterkunft bezogen wurde, war ein weiterer Höhepunkt der Besuch der Neuen Saline mit Werksführung der Südwestdeutschen Salzwerke. Eine der bedeutendsten Salzproduzenten Europas in Bad Reichenhall.   Das Bad Reichenhaller Markensalz (heute Alpensalz) in der blauen Packung wird dort verarbeitet für den Verkauf.

Der zweite Reisetag beeinhaltete den Besuch des Dokumentationszentrum Obersalzburg. Das Zentrum ist ein Museum auf dem historischen Areal des ehemaligen „Führersperrgebiets“ bei Berchtesgaden. Im letzten Jahr wurde ein neues Gebäude erstellt, es befindet sich eine Dauerausstellung „Idyll und Verbrechen“, außerdem wurden weitere Bunkergänge zur Besichtigung frei gegeben.

Bei regnerischer Wetterlage ging es über die höchst gelegene Panoramastrasse Deutschlands mit dem höchsten Punkt auf 1.570 m Höhe weiter zur Enzianbrennerei Grassl nach Berchtesgaden-Unterau. Die Gruppe wurde vom Geschäftsführer Florian Beierl empfangen. Die Enzianbrennerei ist die älteste Bergbrennerei Deutschlands.

Eine Führung durch das Museum mit Erläuterung des Brennverfahren wie aus ausgegrabenen kleingehackten Wurzeln mit Gebirgsquellwasser und Hefe sechs Wochen lang vergoren werden. Nach einem doppelten Brennverfahren lagern diese Destillate in Eschenholzfässern im Stollen. Eine Verköstigung verschiedener Enziane, Liköre etc. schloß sich mit Einkaufsmöglichkeit an.                       

Ein Ausflug in die Wehrgeschichte Österreichs

Einen weiteren Ausflug am dritten Tag in die Geschichte folgte im Salzburger Wehrgeschichtlichen Museum in der Schwarzenfeldkaserne in Wals-Sienzheim bei Salzburg. Der Presseoffizier des hier stationierten Streitkräftekommando Oberstleutnant Werner Geosits nahm die Gäste aus Deutschland im Empfang. Er führte durch die flächenmäßig größte Kaserne des Österreichischen Bundesheeres und machte mit den hier stationierten Verbänden und Dienststellen bekannt, darunter u.a. ein Pionier- und ein Jägerbataillon, ein Heereslogistkzentrum, die Luftraumüberwachung und die Militärpolizei.

Von der Leitung des Museums führte Oberst dhmtD i.R. Prof. Dr. Kurt Mitterer mit Unterstützung aus seinem Vorstandsteam die dreigeteilte Gruppe durch 2000 Jahre österreichische Wehrgeschichte. Interessiert folgten insbesondere die ehemaligen Soldaten den Ausführungen zur wehrtechnischen Entwicklungen, aber auch zur wechselhaften Militärgeschichte im Salzburger Land. Weit über 13000 Objekte von der Römerzeit bis in die Gegenwart gab eszu besichtigen, darunter Bücher, Bilder, Uniformen, alte und neue Waffen, Landkarten, Munition, Vorschriften und auch Großgeräte wie Panzer, Kanonen und Fahrzeuge. Ein besonderer Schwerpunkt bildet dabei auch in der weiteren Forschung das Bundesheer der Zweiten Republik. In der Kürze der Zeit konnte während der Ausstellungsführung trotz fachkundiger Erklärung nur ein Überblick gewonnen werden.

Zurück zur Gegenwart erwartete die Militärmusik Salzburg unter Leitung vom Militärkapellmeister Oberleutnant Johann Schernthanner die Gäste, um ihr musikalisches Können zu präsentieren. Stolz führte der Leiter der Militärmusik im Anschluss durch sein neues Probengebäude, das ideale Bedingungen für die Ausbildung der jungen Musiker bietet. Ansässig in der Mozartstadt Salzburg geht das Repertoire der Militärmusikkapelle weit über die traditionelle Blasmusik hinaus und reicht über symphonische Musikstücke bis hin zu moderner Unterhaltungs-  und Big-Band-Musik.

Am Nachmittag nutze man die Gelegenheit Bad Reichenhall mit Kurpark und alter Saline zu besuchen, bevor es zum Abendessen zum Madlbauer am Thumsee ging.Dort besuchte zur Überraschung der GSP der frühere Brigadekommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23 und General der Infanterie Brigadegeneral a.D. Johann Berger die Gruppe und freute sich uns im Berchtesgadener Land zu begrüßen.

Am Samstag wurde das Salzbergwerk Berchesgaden besucht. Im ältesten noch aktiven Salzbergwerk Deutschlands fuhr man mit der Grubenbahn unter Führung eines Bergmann ins Bergwerk. Seit jeher ist vor allem die Rutschpartie im Bergwerk und eine Fahrt mit dem Floss über den Bergwerksee ein Erlebnis. Im Anschluß wurde die Bayerische Traditon mit der Einnahme eines Weißwurstessen gepflegt. Die geplante Schifffahrt auf dem Königssee fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Dafür besuchte man das Nationalparkzentrum Haus der Berge.

Bevor die Rückreise angetreten wurde besuchte man den Red Bull Hangar-7 am Salzburg Airport, welcher eine Sammlung von historischen Flugzeugen des Flying Bulls sowie Formel 1-Rennwagen beherbergt.

 

 


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